Was die Lauflänge aussagt
Die Lauflänge gibt an, wie viele Meter Garn in 100 Gramm stecken – zum Beispiel „210 m / 100 g“. Sie beschreibt damit indirekt die Dicke des Garns: Viel Meter pro 100 Gramm bedeutet ein feines Garn, wenig Meter ein dickes. Anders als Namen wie „DK“ oder „Worsted“ ist die Lauflänge eine messbare, vergleichbare Zahl – das macht sie so wertvoll.
Banderole lesen: ein Beispiel
Eine typische Banderole zeigt: Lauflänge (z. B. 210 m/100 g), Knäuelgewicht (z. B. 100 g – dann stecken 210 m im Knäuel), Materialzusammensetzung, empfohlene Nadelstärke, Pflegehinweise und die Partienummer. Rechnen Sie kurz nach: Lauflänge × (Knäuelgewicht ÷ 100) = Meter pro Knäuel. Bei 50-g-Knäueln mit 210 m/100 g sind das 105 m pro Knäuel – ein häufiger Rechenfehler beim Einkauf.
Garne vergleichen und ersetzen
Zwei Garne mit ähnlicher Lauflänge (Abweichung unter etwa 10 %) können in einer Anleitung meist getauscht werden – vorausgesetzt, Material und Pflege passen zum Projekt. Beispiel: Original 200 m/100 g, Ersatz 210 m/100 g – unkritisch. Original 200, Ersatz 150 – das ist eine andere Garnstärke, Maschenprobe und Verbrauch ändern sich deutlich. Steht die Angabe in Yards, übersetzt der Lauflängen-Umrechner sie exakt.
Lauflänge und Verbrauch
Je feiner das Garn (hohe Lauflänge), desto mehr Meter brauchen Sie für dieselbe Fläche – aber weniger Gramm. Ein Tuch aus Lace-Garn kann 1.200 m wiegen wie 150 g, dasselbe Tuch aus dickem Garn 400 m bei 300 g. Für den Einkauf zählen deshalb immer Meter, nicht Gramm – und genau die liefert Ihnen der Knäuelrechner.
