Schritt 1: Projektmeter ermitteln
Gute Anleitungen nennen den Gesamtverbrauch in Metern pro Größe – das ist Ihr Ausgangswert. Steht dort nur eine Knäuelzahl („6 Knäuel“), rechnen Sie um: Knäuel × Meter-pro-Knäuel (Banderole) = Projektmeter. Bei ausländischen Anleitungen in Yards hilft der Längen-Umrechner (1 Yard = 0,9144 m). Fehlt jede Angabe, bleibt nur die Maschenprobe-Methode: ein definiertes Probestück stricken, den Verbrauch messen und auf die Projektfläche hochrechnen – aufwendig, aber ehrlich.
Schritt 2: Knäuelzahl berechnen
Teilen Sie die Projektmeter durch die Meter pro Knäuel Ihres gewählten Garns (Banderole!) und runden Sie auf. Der Knäuelrechner erledigt das inklusive Reserve. Achtung, typischer Fehler: Die Anleitungs-Knäuelzahl gilt nur für das Originalgarn – bei anderem Garn mit anderer Lauflänge müssen Sie neu rechnen, nicht die Knäuelzahl übernehmen.
Schritt 3: Reserve und Partie
Planen Sie mindestens 10 Prozent Reserve ein – für die Maschenprobe, aufgetrennte Reihen und Messungenauigkeiten. Bei teurem oder schwer nachkaufbarem Garn eher 15 Prozent. Und kaufen Sie alle Knäuel aus einer Partie (Farb-/Partienummer auf der Banderole): Selbst gleiche Farbnummern können zwischen Partien sichtbar abweichen. Ein Knäuel zu viel ist immer günstiger als ein angefangenes Projekt ohne passenden Nachschub.
Wenn die Größe nicht passt
Stricken Sie eine andere Größe als berechnet oder ändern Sie Längen, skaliert der Bedarf mit der Fläche: 10 % mehr Breite und 10 % mehr Länge bedeuten den Faktor 1,21, nicht 1,2. Der Projekt-Skalierer rechnet das exakt hoch – inklusive neuer Knäuelzahl.
