Die drei Feinde des Garns
Garn hat drei Hauptgegner: Feuchtigkeit (Stockflecken, muffiger Geruch, bei Wolle Filzgefahr), Licht (Ausbleichen, besonders bei kräftigen Farben) und Moten (Kleidermotten lieben tierische Fasern wie Wolle, Kaschmir und Seide). Ein guter Lagerplatz ist deshalb trocken, dunkel und gut belüftet – der Kleiderschrank im Wohnraum ist meist besser als der feuchte Keller oder der heiße Dachboden.
Mottenschutz ohne Chemie-Keule
Kleidermotten meiden intensive Düfte: Lavendelsäckchen, Zedernholz oder Rosmarin zwischen den Knäueln wirken vorbeugend – ersetzen aber keine Kontrolle. Prüfen Sie Wollvorräte zwei- bis dreimal im Jahr auf Gespinste und Löcher. Befallene Knäuel sofort isolieren; waschbare Garne heiß waschen, empfindliche mehrere Tage einfrieren. Dicht schließende Boxen oder Beutel schützen am zuverlässigsten – besonders bei längerer Lagerung.
Ordnung, die das Suchen beendet
Sortieren Sie nach einem System, das zu Ihnen passt – etwa nach Projekt, Garnstärke oder Farbe. Bewahren Sie die Banderolen auf (am Knäuel oder in einer kleinen Kartei): Lauflänge, Material und Partie brauchen Sie später für Nachkäufe und für unsere Rechner. Stränge vor dem Lagern zu Knäueln wickeln – so vermeiden Sie Knoten und können den Vorrat besser überblicken. Ein kurzer Blick in die Garnkunde hilft, ähnliche Garne sinnvoll zu gruppieren.
Was Garn verträgt – und was nicht
- Waschen vor dem Lagern? Nur wenn nötig – und nur nach Banderole. Vollständig trocknen lassen, sonst droht Stock.
- Plastikbeutel? Kurzfristig okay, langfristig lieber atmungsaktiv (Stoffbeutel, Kartons) – eingeschlossene Feuchtigkeit schadet mehr als Staub.
- Schwere Stapel? Dicke Knäuel unten, feine oben; gepresste Knäuel verlieren an Fülle.
- Direktes Sonnenlicht? Immer vermeiden – auch durchs Fenster.
