GarnRechner

Garnkunde im Überblick

Garnstärken, Fasern, Verzwirnung – was die Begriffe bedeuten und wie Sie das richtige Garn für Ihr Projekt wählen.

Verschiedene Garnknäuel in unterschiedlichen Stärken und Farben

Garnstärken: dünn bis dick

Garne werden grob in Stärkeklassen eingeteilt – von sehr fein bis sehr dick. Die international gebräuchlichen Namen lauten etwa Lace, Fingering, Sport, DK, Worsted/Aran, Bulky und Super Bulky. Entscheidend ist: Diese Namen sind keine genormten Werte, sondern grobe Klassen. Zwei Garne derselben Klasse können sich spürbar unterscheiden – verlassen Sie sich deshalb immer auf die Lauflänge in m/100 g auf der Banderole, nicht auf den Klassennamen. Mit dem Lauflängen-Umrechner vergleichen Sie Banderolen aus verschiedenen Ländern.

Die gängigen Fasern

FaserEigenschaftenTypisch für
SchurwolleWarm, elastisch, formstabil; kann kratzen und filzenPullover, Mützen, Socken
MerinoBesonders weich, temperaturausgleichendHautnahe Kleidung, Babystrick
BaumwolleGlatt, wenig elastisch, gut waschbarSommertops, Spültücher, Amigurumi
AcrylPflegeleicht, preiswert, weniger atmungsaktivDecken, Übungsprojekte
MischgarneKombinieren Eigenschaften, z. B. Wolle mit Polyamid für SockenViele Alltagsprojekte
Leinen / HanfFest, wird mit Tragen weicher, knittertSommerkleidung, Taschen

Diese Tabelle beschreibt typische Eigenschaften – einzelne Garne können durch Spinnung und Ausrüstung davon abweichen. Allergien und Hautempfindlichkeit prüfen Sie am besten mit einer kleinen Probe am Unterarm.

Verzwirnung und Lauflänge

Wie viele Fäden zu einem Garn verzwirnt sind, beeinflusst Griffigkeit und Maschenbild – sagt aber wenig über die Dicke aus. Dafür gibt es die Lauflänge: Meter pro 100 Gramm. Faustregel: Je mehr Meter pro 100 g, desto feiner das Garn, desto feiner die Nadeln, desto mehr Meter brauchen Sie pro Projekt. Genau deshalb drehen sich drei unserer fünf Rechner um diese eine Zahl.

Garn ersetzen – worauf achten?

  1. Lauflänge vergleichen: Abweichung unter ca. 10 % ist meist unkritisch.
  2. Material prüfen: Baumwolle statt Wolle verändert Fall und Elastizität – bei Kleidung spürbar.
  3. Pflege beachten: Was Ihr Projekt später aushalten muss (Maschinenwäsche?), muss das Garn können.
  4. Maschenprobe stricken: Immer. Auch bei „gleicher“ Stärke.
Ehrlich gesagt: Wir nennen bewusst keine Hersteller-Lauflängen und keine Markennamen – solche Werte ändern sich und gehören auf die Banderole Ihres konkreten Garns, nicht in einen Ratgeber.